Einführung in die tibetische Heilkunst

Historie

Die Wurzeln der tibetischen Heilkunst sind antik und reichen bis in die Zeit der Bön-Religion vor mehreren tausend Jahren zurück, die ihren Ursprung im westlichen Tibet im Land Tagzig Olmo Lung Ring hat. Wissenschaftler identifizieren dieses heute mit dem Königreich Zhang Zhung, welches mittlerweile als Wiege der tibetischen Zivilisation angesehen wird.
Die tibetische Heilkunst basiert auf einem ganzheitlichen System, das den Einklang von Körper, Geist und Energiefluss generiert. Auch bei seelischer Beeinträchtigung kann diese Methode zu neuer Dynamik verhelfen.

Die traditionelle tibetische Massage

Die traditionelle tibetische Medizin (TTM) ist ein ganzheitliches medizinisches System, d.h. sie begegnet dem Bedürfnis des Einzelnen nach einer integrativen Betrachtung von Körper, Energie und Geist. Obgleich sie eines der ältesten Heilsysteme der Welt ist, wird die TTM auch in der heutigen Zeit erfolgreich praktiziert. Zeitgenössische Forschung bestätigt die außergewöhnliche Wirksamkeit dieser alten Heilkunst, die auch mit stofflichen Präparaten, Medizin, Moxibustion, Akupressur arbeitet. Zahlreiche Methoden der äußeren Anwendungen, die im Westen noch recht unbekannt sind, gehören ebenso zu diesem großen, ganzheitlichen System wie z.B. die Ganzkörpermassage.
Eine besondere Rolle dabei spielt auch die innere Einstellung und das daraus resultierende Handeln unter anderem:

  •  Atemtechniken
  • Meditation und Geisteshaltung
  • Mantra und Heilaspekt
  • Alltagshandeln
  • Schamanische Arbeit
  • Reflexzonenmassage
  • Akupressur

Die Tibeter sprechen schon seit Jahrtausenden vom mentalen Internet der fünf Elemente. Wie der Makrokosmos setzt sich auch der menschliche Mikrokosmos aus den fünf Elementen (Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum/Äther) zusammen. Diese fünf kosmischen Grundenergien erschaffen in ihren spezifischen Kombinationsmöglichkeiten alle Erscheinungen der Materie (Moleküle), der Elektrizität und Lichtqualitäten - also Körper, Psyche und Bewusstsein.
Die Elemente gestalten die drei Impulsenergien:

  • LUNG (Wind-/Luftelement)
  • TRIPA (Feuerelement)
  • PÄKEN (Erde-/Wasserelement).

Die Impulslehre ist dem indischen Ayurveda identisch.

Lung verbindet das Bewusstsein mit dem Körper. Seine psychologische Wirkung entspricht der energetischen Vernetzung des Nerven-, Hormon- und Immunsystems mit der Psyche. Die neue westliche Forschungsdisziplin hierzu heißt Neuro-Immun-Psychologie, was für die Tibeter schon seit über 3.000 Jahren zur medizinischen Grundlagenforschung gehört.
Tripa reguliert die katalytischen Stoffwechselvorgänge - einschließlich der, in der tibetischen Medizin, sehr wichtigen Verdauungspsychologie, die sogenannte Verdauungshitze, sowie den Temperaturhaushalt.

Päken reguliert den Haushalt aller Körperflüssigkeiten.
Ein Ungleichgewicht der drei Energieprinzipien bzw. der fünf Elemente führt zu Krankheit. Gesundheit ist also das ständige Ausbalanciertsein in den drei Impulsenergien Lung, Tripa und Päken. Der Beginn zur Disbalance liegt immer in der Bewusstseinshaltung, also der geistigen Disposition von guter oder schlechter Laune, interessiert oder gelangweilt, gestresst oder zufrieden/ ausgeglichen zu sein.

Von großer Bedeutung sind auch alle Emotionen, welche unsere Mitmenschen in Form von ihren eigenen Stimmungen und Launen, sowie konkreter Gefühle wie Neid, Hass, Abwertung aber auch im positiven Sinne wie Lob, Aufmunterung, Freude und Mitgefühl uns entgegenbringen. Unser Bewusstsein verwertet all diese Impulse als energetische Qualitäten der fünf Elemente. So erzeugt z.B. Hass mehr Tripafeuer und Langeweile vermehrt kalten Päkenschleim im Körper. Eifersucht erhöht den kalten Wind und Sturheit verhärtet das Erdelement, z.B. bei Gelenkproblemen. Intoleranz vermindert u.a. das Raum-Element.

Die fünf Elemente bewirken Verspannungen und Symptomen innerhalb der Körperstruktur, verändern die Wirkweise des Nervensystems (Liquorpulsation), aller an der Atmung beteiligten Organe (Zwerchfellmuskulatur, Lungengewebe), die Ausscheidung (Nieren, Blase, Darm). Mit der Methodik der Akkhaya®-Massage und Körperarbeit wurde eine auf dem tibetischen Fünf-Elemente- System und den sogenannten Fünf-Weisheitsenergien basierende Methode entwickelt, die einen energetischen Ausgleich der Disbalance herstellt. Hierzu gibt es Griff-Elemente, Griff- Folgen und Druckpunkte, welche die Elemente und deren Fluss innerhalb des Körpers balancieren.