Die Geschichte der Heilkunst

Die gezielte Anwendung von Massagen zur Heilung hat ihren Ursprung sehr wahrscheinlich im Osten Afrikas und in Asien (Ägypten, China, Persien). Die ersten Erwähnungen finden sich beim Chinesen [[Huáng Dì]], der bereits 2600 v. Chr. Massagehandgriffe und gymnastische Übungen beschreibt.

Die Wurzeln der tibetischen Heilkünste sind alt und reichen bis in die Zeit der Bön-Religion (18.000 Jahre, laut einer anderen Quelle vor 3000 Jahren ) Olmo Lungring, als Teil des noch größeren Landes Names Tazig, lag im Westen Tibets und war so groß, dass es ein Drittel der existierenden Welt umfasste. Wissenschaftler identifizieren heute das mythische Olmo Lungring mit dem geheimnisvollen Königreich Zhang Zhung, das mittlerweile als Wiege der tibetischen Zivilisation angesehen wird, und den Berg Yungdrung Gutseg mit dem Kailash.

Die im Bön vorherrschenden Aspekten der Beobachtung der Naturgewalten führten zur Beschreibung eines 5-Elemente-Systems und der Entwicklung medizinscher & schamanischer Praktiken, die oft in Kombination ausgeübt wurden.
Durch den aus Indien in Tibet ansiedelnden Buddhismus wurden Elemente des Ayurveda und der indischen Yoga- Philosophie ebenso integriert wie buddhistische Lehren zum Verständnis der Einheit von Körper, Gefühlsregungen, Verstandesaktivität und der Veränderung der Wahrnehmung und des Gesundheitszustandes durch Meditation und kontemplative Methoden.

Die Massage im weitesten Sinne ist eines der ältesten Heilmittel der Menschheit. Franz Kirchberg hat dies in seinem Buch treffend formuliert:
{{Zitat|Wie jeder Mensch instinktiv eine geschwollene und deshalb schmerzende oder gestoßene Stelle seines Körpers reibt oder drückt und so versucht, den durch die Spannung verursachten Schmerz zu mindern, so wird dieses instinktive Mittel wohl auch als Heilmittel zu allen Zeiten angewandt worden sein.|Franz Kirchberg|''Handbuch der Massage und Heilgymnastik ([[1926]])''}}

Erst gegen Ende des Mittelalters, im 16. Jahrhundert, wurde die Massage durch den Arzt und Alchimisten Paracelsus (1493–1541) wieder Thema der Medizin. Allerdings sträubte dieser sich gegen die Lehren des Galenus, insbesondere gegen die Viersäftelehre, und machte sich damit unter seinen Kollegen viele Feinde. Es brauchte einen weiteren Arzt, den Franzosen Ambroise Paré (1510–1590), um die Massage in der modernen Medizin zu etablieren. Er verwendet die Massage als Rehabilitationstherapie nach Operationen.
Heutzutage obliegen die Massage und die Reflexzonentherapie nicht mehr den Ärzten, sondern werden von Masseuren bzw. Physiotherapeuten ausgeführt.
Quelle: wikipedia.de